Spalt-Schmerz-Report: Frauen leiden mehr und leiser
Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Schmerz / Häufiger Schmerzen bei Frauen / Anderer Umgang mit Schmerzen / Laut Verbraucher-Analyse auch Gegensätze beim Gebrauch von Schmerzmitteln
Münster, 1. September 2008 (dk)
Thema des Spalt-Schmerz-Reports sind gesellschaftsrelevante Fragestellungen rund um den Schmerz, er erscheint dreimal jährlich. TNS Healthcare führte dazu über 1.500 Interviews in der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland durch. Der Hersteller der Spalt-Schmerzmittel, Pfizer Consumer Healthcare GmbH, beauftragte das Marktforschungsinstitut. Das Ergebnis: Frauen leiden häufiger unter Schmerzen als Männer. So haben Frauen mehr Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen (70 vs. 57 %), häufiger Kopfschmerzen (44 vs. 35 %) und Migräneschmerzen (19 vs. 10 %). Bei 22 % der Frauen und 14 % der Männer ist Arthrose der Schmerzverursacher, 11% der weiblichen und 8 % der männlichen Befragten leiden unter Schmerzen infolge von rheumatischen Erkrankungen. Nur Muskel- und Gelenkschmerzen betreffen beide Geschlechter gleich häufig. Bei Zahnschmerzen hingegen liegen die Männer mit 20 % etwas vor den Frauen (17 %). Insgesamt hatten 91 % der Frauen, aber nur 84 % der Männer in den vergangenen zwölf Monaten Schmerzen.
Warum haben Frauen häufiger und mehr Schmerzen?
"Genetische, hormonelle und soziale Faktoren bewirken die Geschlechtsunterschiede beim Schmerz", lautet die Aussage der International Association for the Study of Pain (IASP).(3)(4) Wobei die exakten Hintergründe wissenschaftlich noch erforscht werden. Frauen erlebten häufiger als Männer immer wiederkehrenden, starken und länger andauernden Schmerz und ihre Schmerzempfindlichkeit sei höher, so die IASP. Eine Tatsache, die auch Dr. Birgit Zöller bestätigt "Ich stelle es täglich in meiner Praxis fest", so die Schmerzexpertin und Fachärztin für Anästhesie aus Heidelberg, "Männer und Frauen haben ein anderes Schmerzempfinden." Ursachen dafür scheinen Unterschiede im Hormonhaushalt und im Nervensystem zu sein. So kann das weibliche Hormon Östrogen den natürlichen Schmerzschutz des Körpers bei Stress unterdrücken. Auch die hormonellen Veränderungen während Menstruationszyklus oder Schwangerschaft beeinflussen das Schmerzempfinden. Veränderungen im Östrogenspiegel wirken sich aus auf die Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn(5). Der sinkende Östrogenspiegel verringert z. B. den Serotoninspiegel. Es scheint, dass dadurch schmerzhemmende Effekte an Rezeptoren verhindert und Kopfschmerzen begünstigt werden. Zudem ist die Schmerzhemmung in den absteigenden Nervenbahnen bei Männern und Frauen verschieden(4). Hierbei handelt es sich um den körpereigenen Verteidigungsmechanismus gegen Schmerzen.
Klagen oder zurückziehen?
Bei der Frage: "Wie verhalten Sie sich üblicherweise, wenn Sie Schmerzen haben?", werden geschlechtsspezifische Unterschiede im Umgang mit dem Schmerz sichtbar: 48 % der Frauen verbergen den Schmerz und ziehen sich eher zurück, bei den Männern sind es nur 42 %. Über die Hälfte der Männer teilt dem Partner oder den Mitmenschen mit, dass sie Schmerzen haben, während dies nur 49 % der befragten Frauen tun. Interessant ist, dass dieser Verhaltensunterschied auch vom Alter abhängig ist. So teilen sich Jüngere bei Schmerzen eher mit, Ältere hingegen neigen zum Rückzug.
Frauen und Schmerzmittel
Unabhängig von der TNS-Umfrage stellt auch die Verbraucheranalyse 2007/2008 (VA)(2) geschlechtsspezifische Unterschiede fest: Frauen nehmen häufiger Schmerzmittel als Männer ein. Über zwei Drittel der hier befragten Frauen verwenden Medikamente gegen Kopfschmerzen. Darauf folgen Rückenschmerzen mit 17 %. 16 % aller Frauen nehmen Schmerzmittel bei Menstruationsschmerzen, 15 % bei Gelenkschmerzen/Rheuma und 13 % bei Zahnschmerzen oder Migräne ein. Ihr Anteil ist immer höher als bei den Männern. Nur bei Zahnschmerzen ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Die VA zeigt auch: Männer leben eher nach dem Motto: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Fast ein Drittel der Männer (30 %), aber nur 17 % der Frauen nehmen nie Schmerzmittel ein.
Wichtig: Schmerzen nicht aushalten
So lautet der ärztliche Rat. "Bei starken und häufig wiederkehrenden Schmerzen sofort den Arzt aufsuchen", empfiehlt Dr. Birgit Zöller. Die Schmerzexpertin rät davon ab, abzuwarten und den Schmerz zu ertragen. Denn wird der Schmerz nicht effektiv gelindert, kann er sich verfestigen: Durch den andauernden Schmerz verändern sich bestimmte Nervenzellen. Sie melden dann dem Gehirn ohne Anlass Schmerzsignale. Egal, ob Migräne, Kopfschmerz oder Arthroseschmerz - für jeden Schmerz gibt es ein wirksames Medikament.
Wer ist Spalt?
Die Spalt Schmerztabletten sind seit 75 Jahren bewährt und neun von zehn Erwachsenen ein Begriff(6). Die Marke Spalt verbindet Tradition und Innovation in ihrem Produktportfolio: Neben Klassikern wie der bewährten Spalt Schmerztablette mit der unverwechselbaren Kerbe wurden innovative Flüssigkapseln mit patentierter Technologie entwickelt. Weitere Informationen unter www.spalt-online.de
Quellen:
(1) Umfrage TNS Healthcare, repräsentative Befragung bei 1.500 Personen 14+ in der deutschsprachigen Bevölkerung, Feldzeit: 27. bis 30.06.2008
(2) Verbraucher-Analyse (VA) 2007/2008 III Klassik, von Axel Springer und Bauer Media (ZG Erwachsene, deutschsprachige Bevölkerung, 14+, Erhebungszeitraum: September 2005 bis März 2007 bei 29.621 Personen);
siehe www.verbraucheranalyse.de
(3) International Association for the study of pain (IASP). Global Year against pain in women, Women and pain media backgrounder;
siehe: www.iasp-pain.org
(4) Gender, Pain and the brain, Pain, Clinical Updates, International Association for the study of pain, April 2008;
siehe: www.iasp-pain.org
(5) Frauen und Schmerz, Hormone, Gene, Sozialisation. "Global day against pain", 2007 am 15. Oktober 2007,
Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. (DGSS);
siehe: www.dgss.org
(6) OTC-Barometer 2005, Indikationsbereich Schmerzmittel. Eine Exklusivbefragung durchgeführt von TNS Emnid im Auftrag der Gong Verlag GmbH & Co. KG, April 2005
Herausgeber:
Pfizer Consumer Healthcare GmbH
Linkstraße 10
10785 Berlin